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Clipmaschinen

Die Clipmaschine wird schon seit langem von der fleischverarbeitenden Industrie eingesetzt. Ursprünglich für das Fleischerhandwerk entwickelt, wird die Clipmaschine seit vielen Jahren auch im sonstigen Lebensmittel- als auch im Non-Food-Bereich für verschiedenste Produkte eingesetzt. Die Verpackung mit dem Clip ist effizient, sicher und nachhaltig.

Die Maschinen in einem fleischverarbeitenden Betrieb sind vielfältig, sie reichen von z. B. Kuttern oder Fleischwölfen über Pökelinjektoren, Tumbler, Füllmaschinen bis hin zu Clipmaschinen sowie Vakuumverpackungsmaschinen für Zweitverpackungen. Eine Clipmaschine (Wurstclipper) ist meist mit einer Fülleinheit (Füller/Pumpe) gekoppelt, die die zu verpackende Masse zuführt. Viele dieser Maschinen werden auch in anderen lebensmittelverarbeitenden Betrieben eingesetzt.

Im Folgenden wird die Funktionsweise einer Clipmaschine bzw. die Clipverschluss-Technik anhand von ausgewählten Beispielen näher erläutert.

  

Alles hat ein Ende – nur die Wurst hat zwei

Soviel ist allgemein bekannt. Doch weit weniger bekannt ist, welches Know-how darin steckt, der Wurst zwei Enden zu verpassen. Der Fachmann weiß, dass die Herstellung von Wurst nicht so einfach ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Das gilt vor allem für das Abteilen und Verschließen der Würste. Bei der Fleischverarbeitung reicht das Abdrehen zur Teilung/Portionierung nur bei dünnen Sorten aus, wie zum Beispiel bei Frankfurter Würstchen. Bei größeren Kalibern wird durch die Verwendung von Clip ein sicherer Wurstverschluss erzeugt.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Clipmaschinen zwischen Einzel- und Doppelclipmaschinen. Beide Varianten gibt es als Tischmodelle oder als füllergekoppelte Halb- und Vollautomaten. Tischclipper mechanisieren zwar nur den eigentlichen Abbindevorgang, sind aber universell einsetzbar. Wirklichen Zusatznutzen bieten die füllergekoppelten Clipmaschinen. Bei diesen Maschinen sorgt eine integrierte Darmbremse dafür, dass der Darm fest ausgefüllt wird. Anschließend wird die Portion verschlossen und das fertige Produkt ausgeworfen bzw. abtransportiert.

  

Doppel-Clip-Verfahren

Neben dem Einzel-Clip-Verfahren, bei dem beim Clipvorgang immer nur ein Clip gesetzt wird, gibt es das Doppel-Clip-Verfahren. Bei dem Clipvorgang eines Doppelclippers werden simultan zwei Verschlüsse gesetzt, d. h. das Ende der gefüllten Verpackungseinheit und der Anfang der nächsten, noch ungefüllten Verpackungseinheit, werden gleichzeitig verschlossen. Dabei schneidet ein Messer zwischen den beiden Clip den Darm (Hülle) durch und die nächste Einheit wird gefüllt.

  

Der Verdränger – das „Herzstück“ der Clipmaschine

Um den Clip anzubringen, muss idealerweise zuvor eine Freistelle am Darm oder an der Hülle geschaffen werden – dort, wo der Clip gesetzt werden soll. Hier kommt der „Verdränger“ zum Einsatz. Der einfachste Vertreter seiner Gattung ist der „normale“ Verdränger. Um einen möglichst sauberen Zopf zu erhalten, wird bei vielen Doppelclippern der bewährte Spreizverdränger eingesetzt. Zwei Verdrängerpaare drücken mit einem V-förmigen Ausschnitt – wie bei einer Schere – gegen den gefüllten Darm und schnüren ihn ein. Danach beginnt das sogenannte „Spreizen“. Das linke Verdrängerscherenpaar entfernt sich von dem stationären rechten Paar. Beim Spreizvorgang entsteht ein ausgestreifter, sauberer Zopf in vorbestimmter Länge, um den die zwei Verschlüsse gesetzt werden. Zwischen den Verschlüssen kann die fertige Portion (Wurstform) abgetrennt werden.

  

Die Anforderungen an den Clipverschluss

Clippen ist heute ein selbstverständlicher und zentraler Bestandteil jeder industriellen Wurstproduktion. Und auch in kleineren und mittleren Betrieben gehört die Clipmaschine inzwischen zu den wichtigen Hilfsmitteln, die die Arbeit beträchtlich erleichtert und Zeit spart, weil das arbeitsintensive Abbinden ersetzt wird. Jedoch ist es nicht so banal, wie es klingt. Sicher ist es immer ein Verschluss, der für einen Darm oder eine Hülle verlangt wird, die Anforderungen an diesen Verschluss sind allerdings extrem unterschiedlich.

Ein Clipverschluss steht im Spannungsfeld sehr unterschiedlicher Anforderungen. Er muss sehr unterschiedlich dicke, empfindliche, aber auch harte Därme und Hüllen sicher verschließen – sanft, aber auch kraftvoll. Abschnitte mit stark variierendem Fassungsvermögen müssen ebenso verschlossen werden wie Produkte, die gewichtsgenau portioniert sind. Produktionsgeschwindigkeiten bis zu 300 Portionen pro Minute sind möglich, je nach Füllgewicht, Viskosität des Produktes und Verpackungsdurchmesser. Und zusätzlich gibt es unterschiedliche Produktformen wie Portionswurst, Ringe, Hörnchen und Blasen.

Dabei muss der Clipverschluss dem hohen Fülldruck standhalten. Der Verschluss muss dicht sein, aber gegebenenfalls flexibel. Der Clipverschluss muss formstabil auch über 80°C sein, denn das Produkt wird ggf. einer weiteren thermischen Behandlung unterzogen, z. B. bei Käse, der geräuchert wird. Er muss sowohl warm- als auch kaltabgefüllte Produkte verschließen. Die Technologie des Clippens ist anspruchsvoller als es auf den ersten Blick scheint.

  

Cliparten

Für die unterschiedlichen Darmarten und Produkte werden eine wachsende Zahl von Cliptypen und Clipgrößen angeboten, wobei man grundsätzlich zwischen den vorgeformten Rollen-Clip (R-Clip/R-ID Clip) und den U-förmigen Single-Clip (S-Clip/U-Clip) unterscheidet. Der Rollen-Clip ist der unverzichtbare Standard in der industriellen Fertigung.

S-Clip finden ihren Einsatz bei Spezialanwendungen, zum Beispiel bei hohen Produktgewichten oder sehr großen Kalibern, bei der Verarbeitung von Abschnittware (mit Vorabbindung), auch bei Naturdärmen für traditionell anmutende Produkte und bei Tischmaschinen. Insbesondere auch die breite Anforderungspalette von Klein- und Mittelbetrieben wird hervorragend durch den Einsatz der vielseitigen S-Clip abgedeckt.  

Weitere Informationen zu unseren Clip finden Sie hier: R-ID Clip, R-Clip, S-Clip, P-Clip, U-Clip

  

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