Dicht-/Klebstoffe – Verpackungslösungen – Poly-clip System

Suppen/Soßen/Fertiggerichte

Suppen, Soßen und Fertiggerichte in der Verpackung mit dem Clip

Das Füllen von Suppen, Soßen und Fertiggerichten in Schläuchen hat eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert hat man pastöse Suppen zur Bevorratung und Konservierung in Naturdärme gefüllt und mit einer Schnur verschlossen. Lange Zeit geriet diese Verpackung in Vergessenheit. Nun ist sie zurück, mehrere Firmen verpacken Suppen in Folien und Kunstdärmen – mit Erfolg. Bei Poly-clip System wird diese Art der Verpackung clip-pak® genannt. Heute gibt es sowohl kleine Fleischereibetriebe als auch große Handelsketten, welche Suppen, Soßen und Fertiggerichte in dieser Verpackungsform anbieten. Und die Verpackung ist verbraucherfreundlich gestaltet mit aufreißbarer Folie (easy-peel).

Produktvielfalt

Heute wird dem Endverbraucher bereits eine große Produktvielfalt in unterschiedlichsten Verpackungseinheiten (VE) als clip-pak® angeboten:
  • Soßen und Marinaden in VE von 50 bis 500 g
  • Suppen mit Fleischeinlage oder vegetarisch in VE von 200 bis 1.000 Gramm
  • Eintöpfe aus Gemüse bzw. Gemüse/Fleischprodukten in VE von 400 bis 1.000 Gramm
  • Fleischprodukte in Soßen wie Geschnetzeltes und Gulasch in VE von 200 bis 1000 Gramm
Diese Produkte werden auch als Großgebinde bis zu 5 kg in Großküchen verwendet. Im Unterschied zu Konserven, die mit 121°C sterilisiert werden, werden die clip-pak® Produkte meistens bei Temperaturen bis 90°C pasteurisiert und behalten dadurch im wesentlichen ihren Nährwert, ihren frischen Geschmack und ihr appetitliches Aussehen.
   

Vorteile

Die Vorteile bei der Herstellung dieser Produkte in Wurstform sind mehrschichtig. Im kleinen Metzgereibetrieb stellt man sie mit den bereits vorhandenen Maschinen und Einrichtungen her und erreicht damit einen höheren Nutzungsgrad, ohne zusätzliche Investitionen. Die Produkte werden dann, neben dem üblichen Wurstsortiment, über die Ladentheke verkauft. Frische und Qualität des Produktes sind für den Endverbraucher klar durch den transparenten Kunststoffschlauch zu erkennen. Im Gegensatz dazu kann er bei Dosen den Inhalt nicht sehen und die Nährstoffe sowie die Frische sind durch die Sterilisation zum größten Teil nicht mehr vorhanden.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Ein- bzw. Zweipersonenhaushalte eine immer stärkere Bedeutung bekommen, findet diese Verpackung mehr Aufmerksamkeit. Da die Verpackungsgröße normalerweise einen halben bis einen Liter beträgt, ist es auch diesem Personenkreis möglich, sich mit frischen Produkten, wie Eintöpfen, zu ernähren. So muss der Verbraucher nicht gleich große Mengen kaufen bzw. kochen, die für mehrere Tage reichen würden. Zum anderen steht eine gesunde Ernährung heute ganz oben auf der Rangliste der Bedürfnisse. Hier kommt dem Endkunden das Pasteurisieren sehr entgegen. Die Inhaltsstoffe behalten alle ihre Vitamine und Nährstoffe, wie selbst gekocht.


Produzieren, Füllen, Verpacken

Um die Produkte besonders frisch, d.h. mit maximalem Nährstoffgehalt zu produzieren, wendet man häufig das sogenannte „Cook and Chill”-Verfahren an. Hierbei wird das Produkt in einem äußerst kurzen Zeitraum auf eine Temperatur von ca. 85°C erwärmt, mit möglichst wenig Temperaturverlust als clip-pak® abgefüllt und dann so schnell wie möglich in der Verpackung abgekühlt. Der Temperaturbereich zwischen ca. 60 und 30°C muss bei diesem Abkühlprozess zügig durchlaufen werden.

Ein weiteres Verfahren ist das Pasteurisieren in der Verpackung, bei dem das Produkt kalt als clip-pak® gefüllt und dann pasteurisiert wird. Sowohl beim Verfahren „Cook and Chill” als auch beim Pasteurisieren erreicht man, bei Lagertemperaturen von 7°C, eine Haltbarkeit von 6 bis 10 Wochen. Eher selten, aber machbar, ist die Sterilisation in der Aluminiumfolie. Man erreicht hier zwar eine Haltbarkeit von bis zu 2 Jahren, wie bei einer Konservendose, auch ohne Kühlung, aber die Produktqualität entspricht eben „nur” der einer Konserve. Der clip-pak® ist allerdings kostengünstiger.
Die meisten Gerichte lassen sich, wie Wurstprodukte, mit den bekannten Wurstfüllern abfüllen. Einige besonders empfindliche Gemüse, die auch in der Packung stückig bleiben sollen, wie Brokkoli, Blumen- und Rosenkohl, werden mit besonders produktschonenden Kolbenpumpen gefüllt.

Das Verschließen der clip-pak® wird je nach Produktionsvolumen mit den verschiedensten Clipmaschinentypen durchgeführt. Von einer PDC, in kleinen Betrieben, bis zu einem TSCA 120 oder sogar einer TSA/ICA Kombination, bei industrieller Produktion, kann das gesamte Doppel-Clip-Maschinenspektrum zum Einsatz kommen.

Somit zeigt sich, dass sowohl in Handwerksbetrieben als auch in der industriellen Produktion, die Herstellung von Suppen, Soßen und Fertiggerichten in clip-pak® durch die sehr geringen Investitionskosten ein gewinnbringendes Nischenprodukt ist.
   

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